Allgemein · Gemüse- und Kräutergarten

Aus einer Brache wird ein Garten

Während in Frankfurt Polizeiautos brennen und wohlhabende Muttersöhnchen gegen das Finanzdiktat der EZB mit Steinen und Eisenstangen demonstrieren, ziehe ich bei fast 20° Grad mein T-Shirt aus und steche den Spaten in den leicht feuchten Boden. Im Hintergrund liegt Susanne auf einer provisorischen Bank und genießt die Sonne. Und während zehntausend Demonstranten friedlich und zu Recht beklagen, dass die europäischen Regierungen so Manchem die Luft zum Atmen und manch Anderen das Geld für das neue Iphone oder das nächste Stück Bio-Fleisch nehmen, stecke ich Pastinakensamen in den Boden und hoffe auf eine reiche Ernte.

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Eine finanzielle Unabhängigkeit werden wir durch unsere paar Möhren, Kartoffeln und Kürbisse sicherlich nicht allzu schnell erlangen. Aber bei dem heutigen durch Werbung, Wirtschaft und Politik verordnetem gedanklichen Korsett und dem, mit diesem einhergehenden Konformitätsdruck, gibt es uns auf jeden Fall ein gutes Gefühl, wenn möglichst viel von unserem Essen aus dem eigenen Boden stammt.

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Und um dieses Jahr auf unserem neuen Stück Land auch schon in diesem Jahr eine gute Ernte einzufahren, haben wir die letzten paar Tage richtig rangeklotzt und das erste Beet angelegt. Der Boden ist dort ein Traum. Bestimmt 25 Jahre hat dort niemand auch nur eine Kartoffel von dem Boden gefordert. Das Einzige was dort zahlreich wucherte und dankenswerter Weise die Verbreitung von Sträuchern verhinderte, sind Brennnesseln. Deren Wurzeln sind wie ein Netz wenige Zentimeter unter der Oberfläche verteilt und lauern dort auf die ersten Sonnenstrahlen. Mit dem Spaten wurden die zwar zerhackt und untergegraben (Große Wurzeln haben wir rausgesucht), aber dennoch beschleicht mich das Gefühl, das aus jedem kleinen Stück Wurzel eine neue Brennnessel wachsen wird. Aber wir werden sehen. Vielleicht hat ja irgendjemand der dies liest eine tolle Waffe gegen Brennnesseln.

Auf jeden Fall geht es immer weiter. Vor ein paar Wochen sah es hier noch so aus:

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6 Kommentare zu „Aus einer Brache wird ein Garten

  1. Hallo, viel Erfolg wünsche ich und noch zwei Anmerkungen: die mit den Eisenstangen demsonstrierten nicht, sondern randalierten nur, das waren Randalierer. Die eigentlichen Demonstranten verhielten sich friedlich, das war auch gut so.
    Zu Brennnesseln: Man kann sie u.a. essen oder Brennesseljauche daraus machen, sie sind wieder voll im Trend. Alle würde ich also nicht entsorgen. Man findet Links dazu im www und auch bei WordPress-Bloggern.
    Herzliche Grüße (aus Frankfurt)

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  2. Liebe Susanne, lieber Markus,
    ich habe eine schöne Weile auf Eurer Webseite herumgeblättert und geschmökert.
    Vielleicht mögt Ihr auch bei mir auf Lesebesuch kommen…
    Nachfolgend ein Link zu einer meiner „grünen“ Buchbesprechungen, die Euch interessieren könnte:
    https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/03/12/ackergifte-nein-danke/

    Gründaumige Grüße 🙂
    Ulrike von Leselebenszeichen

    PS:
    Einen Teil der Brennesseln solltet Ihr stehen lassen – als überlebenswichtiges Raupenfutter…

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  3. Das mit den Brennnesseln ist kein Problem. Da wird für die Raupen immer noch genug wachsen. Aber gut das du es sagst. Ich hätte jetzt nicht gewusst, dass die auf Brennnesseln stehen. Habe mir deinen Link auch schon angeschaut. Wir haben uns auch schon so manche Gedanken über das Düngen gemacht und werden das mal aufschreiben. Schöne Grüße, Susanne und Markus

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