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Brennnessel-Tee gegen Heuschnupfen

Ah verdammt! Die Pollen sind wieder da. Markus und mich hat es dieses Jahr so fest im Griff, dass wir kaum noch zum Bloggen kommen vor lauter Niesen und Räuspern und Augenreiben…und wie jedes Jahr zur Heuschnupfen-Hochsaison versagt natürlich die Chemiekeule aus der Apotheke. Im Haus zu bleiben ist natürlich für uns Gärtners keine Alternative 😉 Also musste etwas anderes her. Schnell mal nach Hausmitteln gegoogelt und siehe da Brennesseltee soll gegen Heuschnupfen helfen. Und da wir auf unserem Waldgrundstück regelrechte Felder davon haben, lassen sich hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Also einfach wegtrinken das Zeugs. Und siehe da es hilft! 🙂 Halsjucken weg, Niesattacken weg, Augenjucken nicht. Aber O.K. Irgendwas ist ja immer. Neben meinem anderen Hausmittel gegen Heuschnupfen – Zigaretten rauchen – hat jetzt Brennnesseltee seinen festen Platz im Kampf gegen den Heuschnupfen. Der Vorteil ist, dass er wegen seines hohen Eisengehalts auch noch schön wach macht und er schmeckt wirklich gut. Der Nachteil ist, dass man schon ne Kanne voll trinken muss, oder noch besser über den ganzen Tag verteilt immer wieder was. Hier eine kurze Anleitung zum Brennnesseltee-Selbermachen.

  1. Brennnesseln sammeln. Mit Handschuhen oder Pulliärmel über die Hände ziehen.
  2. Brennneseln in kleinen Sträußen zusammenbinden. Ausschütteln um Erde, Tierchen und Pollen loszuwerden.k-WP_20150503_12_06_48_Prok-WP_20150503_12_07_35_Pro
  3.  An einem dunklen Ort aufhängen. (Ihr könnt die Brennnesseln auch im Hellen trocknen. Es heißt generell zum Trocknen sollte man einen dunklen Ort wählen, aber es funktioniert auch so, eine Portion ist bei uns einfach auf dem Küchentisch getrocknet. Schmeckt und wirkt genauso.)
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  5.  Nach zwei bis drei Tagen ist die Brennnessel schön durchgetrocknet. Ihr erkennt den richtigen Zustand, wenn die Blätter schön rascheln. Jetzt kann man die Brennnesseln mit bloßen Händen anfassen ohne das man sich verbrennt.
  6. Dann müssen nur noch die Blätter von den Stielen getrennt werden. Die Stiele auf den Kompost und die Blätter in kleine Teebeutel füllen, zuknoten und genießen.

Die Ziehzeit liegt ungefähr bei 5 Minuten. Wenn er am Anfang etwas zu „grasig“ schmeckt einfach kürzer ziehen lassen, Zucker rein oder je nach Geschmack noch andere Teeblätter. Salbei und Himbeerblätter kommen hier richtig gut. Der Tee schmeckt auch mit frischen Brennnesseln sehr gut. Einfach die Brennnessel etwas abspülen, die Blätter abzupfen (etwa zehn Stück auf eine Kanne) und heißes Wasser aufgießen. Frisch muss der Tee etwas länger ziehen. Die Blätter können einfach in der Kanne bleiben.

Da der Brennnessel-Tee schon so einen guten Eindruck hinterlassen hat, probieren wir jetzt weitere Hausmittel oder Pflanzen gegen Heuschnupfen aus. Eine weiter vielversprechende Pflanze ist das Indische Lungenkraut oder auch Vasika genannt. Wir haben uns bereits eine Pflanze bestellt (Samen waren leider nicht aufzutreiben). So sieht sie aus:

k-WP_20150503_10_23_27_Pro Man kann sich aus ihren Blättern einen Tee kochen oder sie getrocknet rauchen- meine beiden liebsten Darreichungsformen quasi 😉 Aber erst darf sie noch ein bisschen wachsen. Sie kann bis zu 2,5 m groß werden und gibt dann einen schönen Busch ab für den Garten. Ob sie wirkt, erfahrt ihr dann nach unserem nächsten Heuschnupfen-Mittel-Selbstversuch. Bis dahin abwarten und Teetrinken…

 

 

 

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